Karriere

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Ausbildungsberufe bei der Löwenapotheke.

Bei uns in der Löwenapotheke finden Sie drei verschiedene Berufsfelder vor:

  • Apotheker
  • PTA (schulische Ausbildung + halbes Praxisjahr)
  • PKA (duale Ausbildung)

www.apotheken-karriere.de

Unsere Ausbildungsberufe

WAS MACHEN PTA?

Schon mal einem oder einer pharmazeutisch-technischen Assistenten oder Assistentin (kurz PTA)* begegnet? Ganz bestimmt! Schließlich ist nicht jede Person, die Sie in Apotheken bedient, ein Apotheker. PTA sind die rechte Hand des Apothekers, unterstützen ihn bei vielen seiner Aufgaben: Information über, Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln oder auch Abgabe. PTA arbeiten im Labor, am Computer oder im Verkaufsraum, ihr Job ist somit abwechslungsreich und anspruchsvoll.

* PTA sind vorwiegend weiblich, darum wird im Folgenden die weibliche Bezeichnung verwendet.

Information und Abgabe

PTA …

  • informieren Kunden über Wirkungen, Nebenwirkungen und Einnahme von Medikamenten und geben diese auch ab.
  • beraten Kunden, die mit Beschwerden, wie Kopf- schmerzen, nach nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten fragen.
  • kennen sich außerdem auch mit den anderen Produkten in der Apotheke, wie etwa Kosmetika, Diätmitteln oder Blutdruckmessgeräten, aus.
  • können Gesundheitstests, wie Blutdruck messen oder Blutzuckerwert bestimmen, durchführen.
  • klären Kunden über eine optimale, individuelle Gesundheitsvorsorge auf.

Herstellung von Arzneimitteln

PTA …

  • fertigen auf Wunsch des Kunden oder auf Rezept Salben, Lösungen, Zäpfchen und Augentropfen oder stellen Tees zusammen.
  • stellen stark nachgefragte Medikamente auf Vorrat her.

Laboruntersuchungen

PTA …

  • prüfen im Labor Arznei- und Hilfsstoffe sowie Teedrogen um festzustellen, um welche Stoffe es sich genau handelt und wie es um die Qualität bestellt ist.

Beschaffung von Informationen

PTA …

  • arbeiten bei pharmazeutischen Fragen auch mit Datenbanken.

Die Ausbildung zur PTA

Möchten Sie PTA werden, brauchen Sie mindestens einen Realschul- oder gleichwertigen Abschluss. Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre in Vollzeit. Die ersten beiden Jahre besuchen Sie eine staatlich anerkannte Berufsfachschule. In dieser Zeit müssen Sie zusätzlich in den Ferien ein 160-stündiges Praktikum in der Apotheke absolvieren. Dadurch bekommen Sie einen ersten Einblick in den Apothekenalltag und müssen nicht gleich ins kalte Wasser springen. Ein Erste-Hilfe- Kurs gehört auch in diese erste Ausbildungszeit. Ihre Schulzeit beenden Sie schließlich mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. Danach folgt die halbjährige prak- tische Ausbildung in der Apotheke, an die sich nochmal eine mündliche Prüfung anschließt. Diese bestandene Prüfung ist die Voraussetzung, damit Sie als PTA arbeiten dürfen. Aufgrund der hohen Verantwortung in diesem Beruf bedarf es nämlich einer besonderen Erlaubnis, als PTA tätig zu werden.

Die Ausbildung im Überblick

  • Realschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss
  • 2 Jahre schulische Ausbildung an einer staatlich anerkannten Berufs- fachschule für PTA
  • Erster Prüfungsabschnitt (schriftlich, mündlich, praktisch)
  • Praktische Ausbildung von 6 Monaten in der Apotheke
  • 160 Stunden Praktikum in der Apotheke
  • 8 Doppelstunden
  • Ausbildung in Erster Hilfe
  • Zweiter Prüfungsabschnitt
    (mündlich)

An der Berufsfachschule

Interessante Fächer und die gute Mischung aus Theorie und Praxis machen den Schulalltag ganz abwechslungsreich:

Theoretischer Unterricht

  • Arzneimittelkunde
  • Allgemeine und pharmazeutische Chemie
  • Galenik (Herstellung von Arzneimitteln)
  • Botanik und Drogenkunde
  • Gefahrstoff-, Pflanzenschutz- und Umweltschutzkunde
  • Medizinproduktekunde
  • Ernährungskunde und Diätetik
  • Körperpflegekunde
  • Physikalische Gerätekunde
  • Mathematik (fachbezogen)
  • Pharmazeutische Gesetzeskunde, Berufskunde

Praktische Fächer

  • Chemisch-pharmazeutische Übungen einschließlich Untersuchung von Körperflüssigkeiten
  • Übungen zur Drogenkunde
  • Galenische Übungen
  • Apothekenpraxis einschließlich EDV

Allgemeinbildende Fächer

  • Deutsch einschließlich Kommunikation
  • Fremdsprache – Englisch (fachbezogen)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Das Team in der Apotheke

Eine Apotheke ist immer nur so gut wie ihr Team. Deshalb ist Teamwork besonders wichtig. Neben Apothekern und pharmazeutisch-technischen Assistenten arbeiten auch Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (kurz PKA) in Apotheken. Apotheker haben das Pharmaziestudium an der Universität absolviert. Sie leiten die Apotheke, beraten Patienten, geben Medikamente ab und stellen diese bei Bedarf auch selbst her.

PKA absolvieren eine dreijährige duale Ausbildung, also eine parallele Ausbildung in der Apotheke und an der Berufsschule. PKA sind in der Apotheke für die kaufmännisch-organisato- rischen Aufgaben zuständig.

Berufsaussichten

Die Berufsaussichten von PTA sind ausgesprochen gut. Apotheken wird es immer geben, und da der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft steigt, wird ihre Bedeutung in der Zukunft eher noch zunehmen. PTA sind ein unverzichtbarer Teil des Apothekenteams und haben daher sehr gute Chancen, im Anschluss an die Ausbildung einen festen Arbeitsplatz zu finden. Natürlich können Sie Ihrem Glück auch immer ein bisschen auf die Sprünge helfen. Beispielsweise durch Teilnahme an Fortbildungen bei den Apothekerkammern – das sehen zukünftige Arbeitgeber nämlich gerne. Weiterbildungen zur Fach-PTA bietet das Weiterbildungsinstitut pta (Wlpta) an. Und unter bestimmen Voraussetzungen haben PTA auch die Möglichkeit, Pharmazie zu studieren und Apotheker zu werden.

Arbeiten außerhalb von Apotheken

Nicht nur öffentliche Apotheken bieten sich PTA als Arbeitsstätte an, sie werden beispielsweise auch in Krankenhausapotheken tätig. Dort werden sie hauptsächlich bei der Herstellung und Prüfung von Medikamenten, aber auch bei der Versorgung der Stationen des Krankenhauses eingesetzt.

Auch in der pharmazeutischen Industrie finden PTA Arbeit, zum Beispiel in der Herstellung, der Qualitätssicherung oder der Zulassung von Arzneimitteln.

Eine weitere Möglichkeit sind Laboratorien, etwa von Universitäten oder Prüfinstitutionen. Außerdem können PTA auch an den PTA-Lehranstalten bei der Ausbildung des Berufsnachwuchses tätig werden, bei Behörden und Verbänden sowie beim pharmazeutischen Großhandel.

WAS MACHEN EIGENTLICH PKA?

Ganz kurz gesagt: Pharmazeutisch-kaufmännische Ange- stellte (kurz PKA)* kümmern sich um die kaufmännischen Aufgaben rund um Arzneimittel. Wie die Berufsbezeich- nung schon ausdrückt, ist sowohl der Umgang mit Zahlen, als auch mit Medikamenten Teil der Arbeit der PKA.

Die meisten PKA arbeiten in öffentlichen Apotheken, in denen sie für die kaufmännischen Aufgaben, wie die Bestellung von Medikamenten, zuständig sind. Die Arzneimittelbeschaffung ist aber längst nicht ihre einzige Tätigkeit – viele Einsatzbereiche und Aufgaben machen den Arbeitstag der PKA vielfältig und abwechslungsreich.

* PKA sind vorwiegend weiblich, darum wird im Folgenden die weibliche Bezeichnung verwendet.

Kaufmännische Aufgaben

PKA …

  • nehmen Bestellungen entgegen und bereiten sie auf.
  • rechnen Rezepte und Leistungen ab.
  • bearbeiten Rechnungen und Lieferscheine.
  • wickeln den Zahlungsverkehr ab und überwachen ihn.
  • bilden Preise für Arzneimittel und kalkulieren Preise
    für Waren.
  • analysieren das Sortiment und passen es an.
  • erstellen Statistiken.
  • bearbeiten die Post.

Warenbewirtschaftung

PKA …

  • beschaffen Arzneimittel und andere Waren.
  • überwachen den Arzneimittelvorrat.
  • nehmen Waren an, prüfen und erfassen sie.
  • zeichnen Waren aus, sortieren sie ein und lagern sie. » erstellen Lagerlisten.
  • kontrollieren Verfallsdaten.

Marketing

PKA …

  • präsentieren Waren im Verkaufsraum.
  • dekorieren Schaufenster.
  • führen Sonderaktionen und Marketingaktionen durch.
  • erstellen Werbematerialien, wie Flyer.

Wie können Sie PKA werden?

Die Ausbildung zur PKA erfolgt in Deutschland im dualen System. Das bedeutet, Sie lernen die Theorie an einer Berufsschule und die Praxis im Ausbildungsbetrieb – also der Apotheke. So können Sie das Gelernte gleich praktisch anwenden. Die Ausbildungszeit ist auf drei Jahre festgelegt, kann aber unter bestimmten Umständen verkürzt werden. In zwei Prüfungen müssen Sie zeigen, was Sie gelernt haben: der Zwischen- und der Abschlussprüfung. Ansprechpartner für alle Fragen von Auszubildenden und Ausbildern ist die Apothekerkammer des Bundeslandes, in dem die Ausbildung stattfindet.

Entscheiden Sie sich für eine Ausbildung zur PKA, steht Ihnen der Apothekenleiter stets zur Seite. Mit ihm schließen Sie den Ausbildungsvertrag, der u. a. die Dauer der Probezeit, die Kündigungsmöglichkeiten, die Anzahl der Urlaubstage und die Vergütung regelt.

Voraussetzungen

Schulische Voraussetzungen gibt es für die Ausbildung nicht. Mit einem Haupt- oder einem Realschulabschluss haben Sie allerdings bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Auch eine gute Allgemeinbildung, sichere Rechtschreibung, gute Deutsch- und Mathekenntnisse und Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern sind in jedem Fall von Vorteil.

Das Team in der Apotheke

In Apotheken arbeiten Apotheker, pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) und Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte. Die Apotheke ist logischerweise immer nur so gut wie das Team. Was die Aufgaben der PKA sind, wissen Sie nun schon. Apotheker hingegen müssen ein Pharmaziestudium an einer Universität absolvieren. Sie leiten schließlich die Apotheke, beraten Patienten, geben Medikamente aus und stellen einige Arzneimittel bei Bedarf auch selbst her. Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) sind dabei die rechte Hand des Apothekers: Bei vielen Aufgaben dürfen PTA den Apotheker unterstützen. Wer PTA werden möchte, braucht mindestens einen Realschulabschluss.

Berufsaussichten

Ohne PKA keine Apotheke. Daher sind die Aussichten auf eine feste Anstellung nach der Ausbildung gut. Natürlich können Sie Ihrem Glück auch immer ein bisschen auf die Sprünge helfen. Beispielsweise durch Teilnahme an Fortbil- dungen bei den Apothekerkammern – das sehen künftige Arbeitgeber gerne. Ein weiterer Tipp ist die Weiterqualifizierung bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen. Stimmen Ihre schulischen Voraussetzungen, können Sie sogar die Ausbildung zum PTA oder ein Pharmaziestudium anschließen.

Andere Tätigkeitsfelder für Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte

Neben der öffentlichen Apotheke finden PKA auch in Krankenhausapotheken Arbeit. Die Aufgaben sind dort im Prin- zip dieselben wie in einer öffentlichen Apotheke. Allerdings haben PKA hier mit weit größeren Arzneimittelmengen, dafür aber mit einem kleineren Arzneimittelspektrum zu tun. Neben den Apotheken können PKA aber auch bei Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens, bei Kranken- kassen und beim pharmazeutischen Großhandel sowie bei der Bundeswehr eine Anstellung finden. Daneben gibt es für PKA aufgrund ihrer kaufmännischen Ausbildung auch die Möglichkeit, außerhalb des Gesundheitssektors zu arbeiten.

Beratung und Abgabe*, Kommunikation

PKA …

  • informieren über Verbandmittel, Kranken- und Baby- pflegemittel, Körperpflegemittel und Diätetika und geben diese ab.
  • bereiten Dienstleistungen vor und führen sie durch.
  • führen Gespräche mit Vertretern und Kunden.

* PKA dürfen in der Apotheke nicht über Arzneimittel beraten und diese abgeben

Unterstützung des pharmazeutischen Personals

PKA …

  • füllen Arzneimittel, wie Tees und Tinkturen, ab und kennzeichnen sie.
  • bedienen und pflegen Arbeitsgeräte im Labor.
  • bereiten pharmazeutische Dokumentationen vor.
  • wirken bei qualitätssichernden Maßnahmen mit.

EIN BERUF – VIELE MÖGLICHKEITEN

Apotheker? Tragen stets weiße Kittel, schauen auf Rezepte, holen Pillenpackungen aus Schubladen und packen gern noch ein Päckchen Papiertaschentücher ins Tütchen! Wer sich unter dem Beruf des Apothekers nichts weiter vorstellen kann, macht eine Momentbeobachtung zum Dauerurteil. Genauer gesagt: zum Vorurteil. Denn in einer Apotheke zu arbeiten, sie zu leiten oder sie gar zu besitzen, ist anspruchsvoll und bietet jede Menge Abwechslung. Zudem ist die öffentliche Apotheke nur eines von vielen Berufsfeldern, die Apothekern aufgrund ihrer breiten naturwissenschaftlichen Ausbildung offenstehen. Hier ein kurzer Blick auf dieses und weitere Einsatzgebiete.

Öffentliche Apotheke

Eines stimmt: Die meisten Apotheker sind in einer öffentlichen Apotheke als Angestellte oder Apothekenleiter tätig.

Ihr Ziel: Die Gesundheit der Patienten wiederherzustellen und zu fördern. Sie informieren und beraten ihre Kunden zu allen Fragen rund um Arzneimittel und andere Produkte für die Gesundheit.

Apotheker klären den Patienten über Wirkungen, Nebenwirkungen und mögliche Wechselwirkungen der Arzneimittel auf und geben Hinweise zur richtigen Einnahme – viel verständlicher als jeder Beipackzettel. Zusätzlich erläutern sie, wie Insulinpens oder Inhalationshilfen angewendet werden und bieten Blutdruck- oder Blutzuckermessungen an. Das ist aber längst nicht alles. Denn selbstverständlich stellen Apotheker auch Arzneimittel her, zum Beispiel auf Rezept verordnete Salben, Zäpfchen oder Kapseln.

Selbstständige Apotheker sind außerdem Chef oder Chefin eines Betriebes und damit gleichzeitig Arbeitgeber. Des- halb müssen sie gute kaufmännische Kenntnisse haben, wirtschaftliches Geschick besitzen und Mitarbeiter motivieren und führen können.

Krankenhausapotheke

Viele Krankenhäuser haben eigene Apotheken, die die Krankenhauspatienten mit Arzneimitteln versorgen. In Krankenhausapotheken hat die Herstellung einen noch höheren Stellenwert als in der öffentlichen Apotheke: Neben individuellen Rezepturen für einzelne Patienten werden Arzneimittel auch in größerem Umfang hergestellt.

Wichtig ist dabei die Beratung der Ärzte und des Pflegepersonals über die Arzneimittelanwendung und mögliche Neben- und Wechselwirkungen. Als Mitglied der Arzneimittelkommission des Krankenhauses entscheiden Apotheker mit, welche Arzneimittel in der Klinik angewendet werden. Zunehmend werden Krankenhausapotheker auch in die Therapie vor Ort „am Bett des Patienten“ eingebunden. Aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse können sie die Arzneimitteltherapie optimieren und auch häufig zu einer Kostensenkung beitragen. Sie tragen deshalb auch Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg des Krankenhauses.

Pharmazeutische Industrie

Trotz der vielen hochwirksamen Medikamente, die heute zur Verfügung stehen: Ständig forscht die Arzneimittelindustrie nach neuen Wirkstoffen oder arbeitet daran, bereits bekannte zu verbessern. Apotheker sind wegen ihrer breiten Ausbildung an vielen Schritten der industriellen Arzneimittelherstellung beteiligt:
Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung
Wie sind Wirkstoffe chemisch beschaffen, und wie „verpackt“ man sie am besten, dass sie gut angewendet werden können und bestmöglich wirken? Diese grundlegenden Fragen beantworten Apotheker, indem sie sich mit der Qualität und Analytik des Arzneistoffs, der Hilfsstoffe und des fertigen Arzneimittels befassen. Und soll dieses geschluckt, gespritzt, inhaliert oder auf die Haut aufgetragen werden? Auch die geeignete Arzneiform will ausgewählt sein. Außerdem sind Apotheker in der Industrie für die hochwertige Arzneimittelproduktion verantwortlich.

Zulassung

Manchmal dauert es Jahre, bis ein vielversprechender Wirkstoff als Arzneimittel zum Patienten gelangt. Denn Medikamente unterliegen strengen Genehmigungsverfahren. Gemeinsam mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen erarbeiten und erstellen Apotheker die für die Zulassung eines Arzneimittels erforderlichen Unterlagen.

Medizinisch-wissenschaftliche Information

Wie wirken Arzneimittel? Was ist bei der Anwendung zu beachten? Gibt es Nebenwirkungen? Dies alles wollen Ärzte und Patienten so genau wie möglich wissen.
Auf Grundlage aller vorhandenen Daten, Studien und Berichte erstellen Apotheker für Ärzte und Patienten die Arzneimittelinformationen, die für beide Zielgruppen ganz unterschiedlich sind. Außerdem sammeln Apotheker Erfahrungen und Berichte über Nebenwirkungen und andere Arzneimittelrisiken. Denn manche Nebenwirkungen werden erst erkannt, wenn das Medikament von vielen Patienten angewendet wird. Bei festgestellten Risiken müssen Apotheker dann weitere Schritte zum Schutz der Patienten einleiten.

Marketing, Vertrieb, Verkauf

Pharmafirmen stehen im wirtschaftlichen Wettbewerb. Apotheker kümmern sich deshalb sowohl um die Einführung und Präsentation der Arzneimittel auf dem Markt also auch um die Schulung der Außendienstmitarbeiter. Sie beobachten die Entwicklungen im Arzneimittelmarkt und schätzen den Bedarf für bestimmte Arzneimittel ein.

Forschung

Erlenmeyerkolben schwenken, Reagenzgläser schütteln, pipettieren, Strukturformeln aufschreiben – all das gibt’s immer noch. Zunehmend aber wird der pharmazeutische Fortschritt mithilfe des Computers errungen. Aber gleichwie: In der Forschung beschäftigen Apotheker sich vor allem mit den pharmakologischen Eigenschaften, der Toxizität, der Qualität und der Stabilität der Substanzen. Parallel sind sie an der Entwicklung geeigneter Arznei- formen beteiligt. Neu entwickelte Medikamente werden dann in den sogenannten klinischen Prüfungen erstmals am Menschen angewendet. Pharmazeutische Forschung wird in der Industrie, an Forschungsinstituten und Universi- täten betrieben. Überall dort arbeiten Apotheker.

Prüfinstitutionen

In diesen Einrichtungen werden Arzneimittel hauptsächlich im Auftrag von Apothekern, Ärzten, pharmazeutischen Unternehmen oder Behörden analysiert. Dort beschäftigte Apotheker erstellen auch die Gutachten und Analysenzertifikate für Wirk- und Hilfsstoffe.

Verwaltung

Staatliche Einrichtungen brauchen das Können und Wissen von Apothekern, etwa in Ministerien und Behörden. Deshalb kommen auch sie als Arbeitgeber infrage. Außer pharmazeutischem Fachwissen benötigen Apotheker gute Kenntnisse auf dem Gebiet der Gesundheitsverwaltung. Sie kontrollieren, ob die Bestimmungen eingehalten werden, die das Apothekenwesen sowie den Verkehr mit Arzneimitteln, Betäubungsmitteln und Gefahrstoffen betreffen und wirken bei der Erarbeitung von Gesetzen und Verordnungen mit.

Universität

Apotheker sind als Hochschullehrer oder wissenschaftliche Mitarbeiter in der Lehre engagiert. Schließlich ist die Ausbildung des Apothekernachwuchses eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe. Deshalb halten Apotheker Vorlesungen oder veranstalten Seminare und Praktika für Studierende der Pharmazie und anderer naturwissenschaftlicher Fächer. Außerdem erfüllen sie Aufgaben bei der Fort- und Weiterbildung von Berufskollegen. Zusätzlich findet an den Universitäten wichtige pharmazeutische Forschung statt – auch in Kooperation mit Arzneimittelherstellern.

Bundeswehr

Auch Soldaten werden krank oder sind verletzt. Deshalb sind Apotheker bei der Bundeswehr als Sanitätsoffiziere vor allem für wehrpharmazeutische Belange zuständig. Zu den Aufgaben gehört die Versorgung der Bundeswehrangehörigen mit Sanitätsmaterial, wie Arzneimitteln, Verbandstoffen und Sanitätsgeräten. Hinzu kommen organisatorische, logistische und allgemeine Führungsaufgaben. Der Beruf des Sanitätsoffiziers steht selbstverständlich auch Apothekerinnen offen.

Ausbildung

Apotheker können auch Lehrer sein. So sind sie am Unterricht an den Fachschulen für pharmazeutisch-technische Assistenten und Berufsschulen für Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte beteiligt. Hier ist – neben dem erforderlichen Fachwissen – vor allem die Fähigkeit gefragt, den Schülern die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse vermitteln zu können.

DER WEG ZUM APOTHEKER

Um Apotheker zu werden, muss man Pharmazie studieren. Die Studienplätze für Pharmazie werden über die Stiftung für Hochschulzulassung (www.hochschulstart.de) vergeben. Einige Universitäten nutzen auch die Möglichkeit, Studienplätze nach eigenen Maßstäben zu vergeben. Derzeit bieten 22 Universitäten in Deutschland den Studiengang Pharmazie an.
Die pharmazeutische Ausbildung umfasst ein Studium der Pharmazie von vier Jahren an einer Universität, eine Famulatur von acht Wochen, eine praktische Ausbildung von zwölf Monaten und die Pharmazeutische Prüfung, die in drei Prüfungsabschnitten abzulegen ist. Rechtsgrund- lage für die bundesweit einheitliche Ausbildung ist die Approbationsordnung für Apotheker.

Ablauf der Ausbildung

1. GRUNDSTUDIUM

Die Regelstudienzeit beträgt zwei Jahre und umfasst folgende Inhalte:

  • Allgemeine, anorganische und organische Chemie
  • Grundlagen der pharmazeutischen Biologie und Humanbiologie
  • Grundlagen der Physik, der physikalischen Chemie und der Arzneiformenlehre
  • Grundlagen der pharmazeutischen Analytik Famulatur (acht Wochen Praktikum in den Semesterferien) – sie bietet erste Einblicke in die Berufspraxis.

2. HAUPTSTUDIUM

Auch hier beträgt die Regelstudienzeit zwei Jahre. Inhalte sind:

  • Pharmazeutische / Medizinische Chemie
  • Pharmazeutische Analytik
  • Pharmazeutische Technologie / Biopharmazie
  • Pharmakologie und Toxikologie
  • Klinische Pharmazie

3. PRAKTISCHE AUSBILDUNG

Sie findet zum Beispiel in einer Apotheke statt – Dauer zwölf Monate.
Begleitet wird sie von Unterrichtsveranstaltungen. Die praktische Ausbildung kann auch geteilt und in zwei unterschiedlichen Ausbildungsstätten absolviert werden. Mindestens sechs Monate müssen jedoch in einer Apotheke abgeleistet werden.

Nach dem erfolgreich bestandenen 3. Staatsexamen im Anschluss an die praktische Ausbildung kann die Zulassung als Apotheker – die Approbation – beantragt werden.

Bin ich für den Apothekerberuf geeignet?

FORMALE VORAUSSETZUNGEN

  • Hochschulzugangsberechtigung – in der Regel das Abitur
  • Auch beruflich Qualifizierte, z. B. pharmazeutisch-technische Assistenten, können unter bestimmten Bedingungen Pharmazie studieren
  • Bewerbung über www.hochschulstart.de bzw. direkt an der Universität

PERSÖNLICHE INTERESSEN UND FÄHIGKEITEN

  • Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen
  • Interesse an Gesundheitsfragen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Genauigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen

Und wie geht es danach weiter?

Apotheker haben aufgrund ihrer breiten naturwissenschaftlichen Ausbildung und als Arzneimittelfachleute Top-Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen gehören zu den niedrigsten unter allen akademischen Berufen. Darauf sollten (und dürfen) sich Apotheker jedoch nicht ausruhen. Sie haben viele attraktive Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln:

Fortbildung

Das Berufsleben eines Apothekers dauert rund 40 Jahre. Reicht es da, sich auf die einmal erworbenen Kenntnisse zu verlassen? Natürlich nicht – auch für Apotheker gilt die Formel vom lebenslangen Lernen. Das Wissen muss ständig aufgefrischt und an neue Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Deshalb sind Apotheker – ebenso wie Angehörige anderer Heilberufe – verpflichtet, sich ständig fortzubilden.
Dafür stehen Apothekern viele Möglichkeiten offen. Die Apothekerkammern bieten eine große Zahl unterschiedlicher Fortbildungsveranstaltungen an.

Weiterbildung

Ebenso wie Ärzte können sich auch Apotheker auf ein Fachgebiet spezialisieren. Dies geschieht durch eine berufsbegleitende und praxisbezogene Zusatzausbildung in einem pharmazeutischen Gebiet. Lohn der Mühe: Wer den Abschluss schafft, darf einen Fachapotheker-Titel führen.

Derzeit stehen Apothekern neun Weiterbildungs­gebiete offen:
Allgemeinpharmazie; Klinische Pharmazie; Arzneimittelinformation; Pharmazeutische; Analytik; Pharmazeutische Technologie; Toxikologie & Ökologie; Theoretische & praktische Ausbildung; Öffentliches Gesundheitswesen; Klinische Chemie

Arbeiten im Ausland

Deutsche Apotheker sind auch im Ausland gefragt. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes und die Schweiz erkennen die deutsche Ausbildung als Apotheker an. Manchmal müssen Qualifikationen, die zusätzlich für eine Stelle erforderlich sind, nachgewiesen werden – etwa Berufserfahrung.

Einige bürokratische Hürden müssen bewältigt werden, wenn Apotheker außerhalb der oben genannten Länder tätig werden wollen. Dann besteht kein genereller Anspruch auf Erteilung der Berufserlaubnis. Für die Entscheidung prüfen die ausländischen Behörden die Gleichwertigkeit der Ausbildung. Dabei haben sie in der Regel einen Ermessensspielraum. Mitunter müssen auch Prüfungen absolviert werden.

Promotion

In der öffentlichen Apotheke braucht man sie nicht unbedingt, in anderen Tätigkeitsbereichen ist sie nicht selten hilfreich. Das gilt vor allem in der pharmazeutischen Industrie, bei Prüfinstitutionen und in der Verwaltung. Ganz und gar unerlässlich ist sie für die universitäre Laufbahn. Die Rede ist von der Promotion.
Wer eine Dissertation anstrebt, lernt einiges – vor allem selbstständiges und strukturiertes Arbeiten, den vertieften Umgang mit wissenschaftlicher Literatur und Datenbanken sowie das Verfassen wissenschaftlicher Publikationen. Das Fachgebiet der Promotion mit Blick auf den späteren Tätigkeitsbereich zu wählen, ist sinnvoll, aber nicht notwendig. Natürlich darf sich ein „Dr.“ in pharmazeutischer Technologie gute Chancen auf einen Arbeitsplatz im Bereich Herstellung und Entwicklung in der pharmazeutischen Industrie ausrechnen. Aber viele Arbeitgeber legen weniger Wert auf das Promotionsthema an sich als auf
die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Denn wer promoviert ist, hat gezeigt, dass er sich vor schwierigen Fragestellungen nicht scheut, sich gut organisieren kann und sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt.

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